Bei bürstenlosen Motoren unterscheidet man je nach Anordnung des Rotors zwischen Innenrotor- und Außenrotortypen. Da die strukturellen Unterschiede Auswirkungen auf Drehmoment, Ansprechverhalten, Drehzahlstabilität und Wärmeableitung haben, kann es vorkommen, dass die gewünschte Leistung nicht vollständig erreicht wird, wenn ein für den jeweiligen Anwendungszweck ungeeigneter Typ gewählt wird.
Bei der Motorauswahl ist es wichtig, die jeweiligen Merkmale zu verstehen und unter Berücksichtigung der erforderlichen Drehzahl, des Drehmoments und des Einbauraums einen Vergleich anzustellen. In diesem Artikel werden die Unterschiede in Aufbau und Leistung von Innen- und Außenrotoren, ihre Vor- und Nachteile, die wichtigsten Anwendungsbereiche sowie die Auswahlkriterien leicht verständlich erläutert.
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Was sind Innenrotor- und Außenrotormotoren?

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Die Begriffe „Innenrotor“ und „Außenrotor“ beziehen sich auf die relative Position von Rotor und Stator im Inneren des Motors. Bei einem Innenrotor befindet sich der Rotor innerhalb des Stators, bei einem Außenrotor außerhalb.
Beiden ist gemeinsam, dass sie sich unter Ausnutzung der zwischen Rotor und Stator entstehenden Magnetkraft drehen. Da sich jedoch die Position des Rotors und der Drehradius unterscheiden, weisen sie unterschiedliche Eigenschaften hinsichtlich Drehmoment, Ansprechverhalten, Trägheitsmoment und Wärmeableitung auf.
Um den für die jeweilige Anwendung geeigneten Motor auszuwählen, ist es wichtig, den Aufbau und die Eigenschaften beider Typen zu verstehen.
Was ist ein Innenrotor?
Bei einem Innenrotor ist der Rotor innerhalb des Stators angeordnet, sodass sich der zentrale Teil des Motors dreht. Bei bürstenlosen Motoren ist es üblich, dass der Rotor mit Permanentmagneten und der Stator mit Spulen ausgestattet ist, wobei die Anordnung der Magnete und Spulen je nach Produkt variieren kann.
Ein Merkmal dieser Bauweise ist, dass sich das „Trägheitsmoment“ – das den Widerstand gegen die Drehbewegung angibt – leicht reduzieren lässt, da der Rotor einen kleinen Durchmesser haben kann. Je kleiner das Trägheitsmoment ist, desto schneller kann der Motor auf Start- und Stoppvorgänge sowie auf Beschleunigungen und Verzögerungen reagieren.
Zudem lässt sich bei einer Konstruktion, bei der der Stator am Außenumfang angeordnet ist, Wärme leichter nach außen ableiten, wodurch sich diese Bauweise auch für Anwendungen eignet, die hohe Drehzahlen oder häufige Geschwindigkeitsänderungen erfordern.
Was ist ein Außenrotor?
Bei einem Außenrotor ist der Rotor außerhalb des Stators angeordnet, sodass sich der Außenumfang des Motors dreht. Bei bürstenlosen Motoren ist es üblich, dass der äußere Rotor mit Permanentmagneten und der innere Stator mit Spulen ausgestattet ist, wobei die konkrete Anordnung je nach Produkt variieren kann.
Da sich ein großer Rotationsradius des Rotors leicht realisieren lässt, zeichnen sich diese Motoren dadurch aus, dass sie leicht ein hohes Drehmoment erzielen können. Andererseits führt die nach außen gerichtete Ausdehnung der rotierenden Teile tendenziell zu einem höheren Trägheitsmoment, was bei abrupten Beschleunigungs- und Verzögerungsvorgängen nachteilig sein kann.
Da sich diese Bauweise leicht in flache und schlanke Formen umsetzen lässt, wird sie in Ventilatoren, Gebläsen und Direktantrieben eingesetzt.
Unterschiede zwischen Innenrotor und Außenrotor

Innenrotoren und Außenrotoren unterscheiden sich aufgrund ihrer unterschiedlichen Bauweise in Eigenschaften wie Drehmomentkennlinien, Ansprechverhalten und Form. Die wichtigsten Unterschiede sind wie folgt:
| Vergleichskriterien | Innenrotor | Außenrotor |
| Position des Rotors | Innerhalb des Stators | Außenseite des Stators |
| Trägheitsmoment | lässt sich leicht verringern | wird leicht größer |
| Drehmoment | Zur Erzielung eines hohen Drehmoments sind besondere Maßnahmen erforderlich | Lässt sich leicht erhöhen |
| Ansprechverhalten | Lässt sich leicht verbessern | Neigt relativ leicht zu Nachteilen |
| Drehzahländerungen | Leicht schnell darauf zu reagieren | Lassen sich leicht abmildern |
| Drehzahl | Lässt sich gut für hohe Drehzahlen auslegen | Überprüfung der Rotorfestigkeit usw. erforderlich |
| Wärmeableitung | Wärmeableitungswege lassen sich leicht sicherstellen | Das Kühlkonzept ist wichtig |
| Form | Lässt sich leicht mit kleinem Durchmesser und zylindrischer Form gestalten | Einfach auf große Durchmesser und dünne Bauformen zu gestalten |
*Dies sind allgemeine Tendenzen hinsichtlich der Konstruktion; die tatsächliche Leistung hängt von der Produktkonstruktion und den Einsatzbedingungen ab.
Innenrotoren eignen sich tendenziell für Anwendungen, bei denen hohe Drehzahlen und ein schnelles Ansprechverhalten gefragt sind, während Außenrotoren eher für Anwendungen geeignet sind, bei denen es auf Drehmoment und die Dämpfung plötzlicher Drehzahländerungen ankommt. Sehen wir uns die Unterschiede in den einzelnen Punkten genauer an.
Unterschiede in Aufbau und Trägheitsmoment
Bei Innen- und Außenrotoren ergeben sich aufgrund der Anordnung der Rotoren Unterschiede im Trägheitsmoment. Das Trägheitsmoment ist ein Wert, der die „Trägheit“ beschreibt, die auftritt, wenn die Geschwindigkeit eines rotierenden Objekts verändert wird.
Da beim Innenrotor ein Rotor mit kleinem Durchmesser im Inneren des Stators angeordnet ist, lässt sich das Trägheitsmoment leicht verringern, was ihn für schnelles Beschleunigen und Abbremsen prädestiniert. Im Gegensatz dazu ist das Trägheitsmoment beim Außenrotor tendenziell größer, da der Rotor am Außenumfang angeordnet ist.
Zwar sind sie beim Beschleunigen und Abbremsen eher im Nachteil, doch lässt sich durch die größere Trägheit eine plötzliche Änderung der Drehzahl leichter unterdrücken.
Unterschiede beim Drehmoment
Im Allgemeinen lässt sich bei Außenrotoren leichter ein höheres Drehmoment erzielen. Das Drehmoment ist die Kraft, die ein Objekt in Drehung versetzt; selbst bei gleicher Kraft ist das Drehmoment umso größer, je größer der Abstand zwischen dem Drehpunkt und dem Punkt ist, an dem die Kraft wirkt.
Da bei Außenrotoren leichter ein großer Rotorradius erreicht werden kann, eignet sich diese Bauweise besonders für Anwendungen, bei denen bei niedrigen Drehzahlen ein hohes Drehmoment erforderlich ist. Bei Innenrotoren ist der Rotordurchmesser tendenziell kleiner, was bei vergleichbaren äußeren Abmessungen die Erzielung eines hohen Drehmoments erschweren kann.
Da das tatsächliche Drehmoment jedoch auch von Faktoren wie den Magneten, der Wicklung, den Abmessungen des Motors, dem elektrischen Strom und den Kühlbedingungen abhängt, lässt sich dies nicht allein anhand der Rotortypen beurteilen.
Unterschiede bei Drehzahl und Ansprechverhalten
Wenn Drehzahl und Ansprechverhalten bei Beschleunigung und Verzögerung im Vordergrund stehen, ist der Innenrotor die geeignete Bauweise. Da der Rotor einen kleinen Durchmesser aufweist, lässt sich das Trägheitsmoment leichter reduzieren, und der Motor kann schnell auf Anlaufen, Stoppen und Drehzahländerungen reagieren.
Bei Außenrotoren ist das Trägheitsmoment tendenziell größer, was bei abrupten Beschleunigungs- und Verzögerungsvorgängen einen relativen Nachteil darstellt; allerdings lassen sich plötzliche Drehzahlschwankungen, beispielsweise aufgrund von Lastschwankungen, leichter dämpfen. Es gilt jedoch nicht zwangsläufig: „Innenrotor = hohe Drehzahl“ und „Außenrotor = niedrige Drehzahl“.
Da die maximale Drehzahl auch von der Festigkeit des Rotors, der Befestigungsart der Magnete, den Lagern und der Wärmeentwicklung abhängt, müssen die Spezifikationen des jeweiligen Produkts überprüft werden.
Unterschiede in Größe und Wärmeableitung
Auch die Bauform der Motoren weist jeweils unterschiedliche Merkmale auf. Bei Innenrotoren lässt sich der Rotor leicht mit kleinem Durchmesser auslegen, und die Konstruktion eignet sich gut für eine schlanke, zylindrische Form. Da die Wärmeentwicklung durch den Stator erfolgt, der am Außenumfang liegt, lassen sich Wärmeableitwege über das Gehäuse und die Montagefläche leichter sicherstellen.
Bei Außenrotoren ist der Rotor am Außenumfang angeordnet, was sich dadurch auszeichnet, dass sich damit leicht Formen mit großem Durchmesser und flachem Profil realisieren lassen. Bei Geräten, bei denen der Einbauraum in axialer Richtung begrenzt ist, lassen sich diese Vorteile gut nutzen.
Die Wärmeableitung hängt nicht allein von der Rotortypologie ab. Die Entscheidung muss unter Berücksichtigung des Gehäusematerials, der Befestigungsart, der Umgebungstemperatur, der Auslastung und des Kühlsystems getroffen werden.
Vor- und Nachteile des Innenrotors

Bei einem Innenrotor lässt sich der Rotordurchmesser leicht klein halten, und das Trägheitsmoment lässt sich durch die Konstruktion gut reduzieren. Dadurch lassen sich das Ansprechverhalten bei Beschleunigung und Verzögerung sowie die Eignung für hohe Drehzahlen leicht verbessern, während zur Erzielung eines hohen Drehmoments unter Umständen konstruktive Maßnahmen erforderlich sind.
Im Folgenden werden die Vorteile und zu beachtenden Punkte des Innenrotors erläutert.
Vorteile des Innenrotors
Der Hauptvorteil des Innenrotors besteht darin, dass sich das Ansprechverhalten bei Beschleunigung und Verzögerung leicht verbessern lässt. Da der Rotor einen kleinen Durchmesser hat und nahe am Drehpunkt der Drehachse liegt, lässt sich das Trägheitsmoment leicht gering halten.
Daher eignet sich diese Bauweise besonders für Anwendungen, bei denen schnelles Anlaufen und Stoppen sowie häufige Drehzahländerungen erforderlich sind. Ein weiterer Vorteil ist, dass sich der mit Wicklungen versehene Stator am Außenumfang befindet, wodurch die Wärme über das Gehäuse und die Befestigungsfläche gut abgeführt werden kann.
Er wird in Anwendungen eingesetzt, bei denen Reaktionsfähigkeit und Wärmeableitung gefragt sind, wie beispielsweise bei Ventilatoren, Pumpen und Förderanlagen, die mit hohen Drehzahlen oder variablen Drehzahlen betrieben werden.
Nachteile des Innenrotors
Bei vergleichbaren äußeren Abmessungen lässt sich mit einem Innenrotor tendenziell ein geringeres Drehmoment erzielen als mit einem Außenrotor. Dies liegt daran, dass der Rotor einen kleinen Durchmesser hat und es schwierig ist, einen ausreichenden Abstand zwischen dem Drehpunkt und der Stelle zu gewährleisten, an der die elektromagnetische Kraft wirkt.
Um ein hohes Drehmoment mit kompakten Abmessungen zu vereinbaren, sind spezielle Konstruktionsmaßnahmen bei Magneten, Wicklungen und Magnetkreisen erforderlich. Zudem ist zu beachten, dass bei hohen Drehzahlen große Zentrifugalkräfte auf Rotor und Magnete wirken.
Man sollte sich nicht allein auf die maximale Drehzahl verlassen, sondern prüfen, ob die Spezifikationen für die jeweiligen Einsatzbedingungen geeignet sind, einschließlich der Befestigungsart der Magnete, der Festigkeit des Rotors und der Lager.
Vor- und Nachteile des Außenrotors

Bei einem Außenrotor lässt sich der Drehradius des Rotors leicht groß halten, wodurch sich ein hohes Drehmoment erzielen lässt. Da das Trägheitsmoment zudem tendenziell groß ist, lassen sich plötzliche Drehzahländerungen leichter dämpfen.
Andererseits gibt es auch Punkte, die bei häufigen Beschleunigungs- und Bremsvorgängen sowie beim Einbau in Anlagen zu beachten sind. Im Folgenden werden die Vor- und Nachteile des Außenrotors zusammengefasst.
Vorteile des Außenrotors
Der Hauptvorteil des Außenrotors besteht darin, dass sich leicht ein hohes Drehmoment erzielen lässt. Da der Rotor am Außenumfang angeordnet ist, lässt sich der Abstand zwischen dem Drehzentrum und der Stelle, an der die elektromagnetische Kraft wirkt, leicht sicherstellen, sodass er sich auch für Anwendungen eignet, bei denen im niedrigen Drehzahlbereich Drehmoment benötigt wird.
Außerdem zeichnet er sich dadurch aus, dass das Trägheitsmoment des Rotors leicht erhöht werden kann, wodurch sich plötzliche Drehzahlschwankungen gut dämpfen lassen. Da er zudem leicht in einer flachen, schmalen Bauform mit geringer Längsausdehnung konstruiert werden kann, ist er auch für Geräte mit begrenztem Einbauraum eine geeignete Wahl.
Nachteile des Außenrotors
Da das Trägheitsmoment bei Außenrotoren leicht zunimmt, können sie bei abrupten Beschleunigungen und Verzögerungen sowie häufigen Drehzahländerungen nachteilig sein. Da auch für das Anlaufen, Stoppen und Umkehren große Kräfte erforderlich sind, ist bei Anwendungen mit schnellen Betriebsumschaltungen eine Berücksichtigung der Lastträgheit unerlässlich.
Da sich der Außenumfang dreht, sind zudem Sicherheitsmaßnahmen wichtig, um einen Kontakt mit Bedienpersonal oder umliegenden Bauteilen zu verhindern. Neben der Anbringung von Schutzvorrichtungen und Abdeckungen sollten auch mögliche Interferenzen mit Kabeln und Sensoren sowie der Einbauraum einschließlich der rotierenden Teile überprüft werden.
In Umgebungen, in denen Staub- und Spritzwasserschutz erforderlich sind, müssen auch die Schutzkonstruktion und die Kühlungsmethode berücksichtigt werden.
Hauptanwendungsbereiche von Innenrotoren und Außenrotoren

Innenrotoren und Außenrotoren werden je nach den gewünschten Drehzahlcharakteristiken und Einbaubedingungen unterschiedlich eingesetzt. Die wichtigsten Anwendungsbereiche lassen sich wie folgt zusammenfassen:
| Wichtige Kriterien | Richtlinien für die geeignete Bauweise | Anwendungsbeispiele |
| Schnelle Beschleunigung und Verzögerung | Innenrotor | Servo-, Mechanismen für die Positionierung und den Transport |
| Häufige Geschwindigkeitsänderungen | Innenrotor | Drehzahlregelung Ventilatoren, Pumpen, Stellantriebe |
| Hohe Drehzahlen | Innenrotor | Ventilatoren, Gebläse, Spindeln usw. |
| Hohes Drehmoment | Außenrotor | Niedrigdrehzahlantrieb, Direktantrieb usw. |
| Konstante Drehzahl | Außenrotor | Gebläse, Antriebe mit konstanter Drehzahl usw. |
| Flachbauweise in axialer Richtung | Außenrotor | Flache Antriebsbaugruppe, flache Geräte |
*Die Tabelle zeigt allgemeine Tendenzen hinsichtlich der Konstruktion. Bei der tatsächlichen Auswahl müssen auch Drehmoment, Drehzahl, Abmessungen und Kühlbedingungen berücksichtigt werden.
Innenrotoren eignen sich tendenziell für Anwendungen, bei denen es auf Ansprechverhalten und Beschleunigungs-/Verzögerungseigenschaften ankommt, während Außenrotoren eher für Anwendungen geeignet sind, bei denen das Drehmoment und plötzliche Drehzahländerungen minimiert werden sollen. Sehen wir uns die typischen Anwendungsbereiche im Detail an.
Anwendungsbereiche, für die Innenrotoren geeignet sind
Innenrotoren eignen sich für Geräte, bei denen schnelles Anlaufen, Stoppen und Ändern der Drehzahl erforderlich sind. Ihre Stärke liegt darin, dass sich das Trägheitsmoment des Rotors leicht verringern lässt und sie schnell auf Drehzahländerungen reagieren können.
Typische Beispiele hierfür sind Systeme für die Positionierung, Aktuatoren und Fördermechanismen, die Servomotoren verwenden. Außerdem eignen sie sich gut für hohe Drehzahlen und den Betrieb mit variabler Drehzahl und kommen daher auch in Ventilatoren, Pumpen und Gebläsen zum Einsatz.
Da die erforderlichen Drehzahlen und Drehmomente je nach Anwendungsbereich variieren, ist es wichtig, bei der Auswahl die Spezifikationen der einzelnen Produkte zu prüfen.
Anwendungsbereiche, für die Außenrotoren geeignet sind
Bei Geräten, bei denen ein hohes Drehmoment und eine stabile Drehzahl im Vordergrund stehen, sind Außenläufer eine gute Wahl. Sie zeichnen sich dadurch aus, dass sich ein großer Rotorradius leicht realisieren lässt, ein hohes Drehmoment leicht zu erzielen ist und plötzliche Drehzahlschwankungen gut gedämpft werden können.
Zu den Hauptanwendungsbereichen zählen Ventilatoren, Gebläse sowie Direktantriebe, die bei niedrigen Drehzahlen ein hohes Drehmoment erfordern. Da sich Außenläufer leicht flach konstruieren lassen, können sie auch in Geräten mit begrenztem Platzangebot in axialer Richtung eingesetzt werden.
Bei der Auswahl sollten nicht nur das Drehmoment, sondern auch die Beschleunigungs- und Verzögerungseigenschaften, der Außendurchmesser, die Kühlbedingungen sowie die Sicherheit berücksichtigt werden.
Innener oder äußerer Rotor – welche Wahl ist die richtige?

Es ist nicht so, dass entweder der Innenrotor oder der Außenrotor grundsätzlich immer überlegen ist. Die geeignete Bauweise hängt von den Anforderungen der jeweiligen Anwendung ab, wie z. B. der erforderlichen Drehzahl, dem Drehmoment, der Häufigkeit von Beschleunigungs- und Verzögerungsvorgängen sowie dem verfügbaren Einbauraum.
Die wichtigsten Auswahlkriterien lassen sich wie folgt zusammenfassen:
| Wichtige Kriterien | Einfach zu bewertende Bauarten | Wichtige Prüfpunkte |
| Hohe Drehzahlen und häufiges Beschleunigen und Abbremsen | Innenrotor | Drehzahl, Trägheitsmoment, Drehmoment |
| Hohes Drehmoment | Außenrotor | Nenn- und Maximaldrehmoment, Außendurchmesser, Kühlung |
| Drehzahlstabilität | Außenrotor | Drehzahlschwankungen, Lastschwankungen, Steuerungsart |
| Reduzierung der Dicke in axialer Richtung | Außenrotor | Außendurchmesser, Interferenz im rotierenden Bereich, Sicherheit |
| Sicherstellung der Wärmeableitung | Vergleich beider Bauformen | Statorposition, Befestigungsfläche, Kühlmethode |
| Hohe Lastträgheit | Vergleich beider Bauformen | Zulässige Lastträgheit, Beschleunigungsdrehmoment, Sicherheitsfaktor |
*Die Tabelle zeigt allgemeine Tendenzen hinsichtlich der Konstruktion. Die tatsächliche Leistung hängt von der Konstruktion und den Spezifikationen des Motors sowie den Einsatzbedingungen ab.
Wenn Drehzahl und Ansprechverhalten im Vordergrund stehen, ist der Innenrotor die erste Wahl; wenn ein hohes Drehmoment und eine stabile Drehzahl gefragt sind, kommt vor allem der Außenrotor in Frage. Die Entscheidung sollte jedoch nicht allein anhand der Rotortypen getroffen werden, sondern unter Berücksichtigung aller Anforderungen.
Wenn Drehzahl und Ansprechverhalten im Vordergrund stehen, sollten Innenrotoren in Betracht gezogen werden
Bei häufigen Start-Stopp-Vorgängen, Beschleunigungen und Verzögerungen sowie erforderlichen Drehzahländerungen ist ein Innenrotor eine vielversprechende Wahl. Da sich der Rotor leicht mit kleinem Durchmesser auslegen lässt und das Trägheitsmoment gering gehalten werden kann, reagiert er schnell auf Drehzahländerungen. Er eignet sich gut für hohe Drehzahlen und den Betrieb mit variabler Drehzahl und ist somit eine geeignete Konstruktion für Geräte, bei denen der Betriebsmodus in kurzer Zeit umgeschaltet werden muss.
Allerdings ist es nicht sinnvoll, die Auswahl allein aufgrund des Ansprechverhaltens zu treffen. Es ist wichtig, auch das Nenndrehmoment, das momentane Maximaldrehmoment sowie das Trägheitsmoment der Last zu prüfen und ein Produkt auszuwählen, das die erforderlichen Leistungsanforderungen erfüllt.
Wenn Drehmoment und stabile Drehzahl im Vordergrund stehen, sollte ein Außenrotor in Betracht gezogen werden
Wenn großes Drehmoment und ein stabiler Drehlauf im Vordergrund stehen, sollten Sie einen Außenrotor in Betracht ziehen. Bei dieser Bauweise lässt sich der Drehradius des Rotors leicht vergrößern, wodurch unter vergleichbaren Bedingungen ein höheres Drehmoment erzielt werden kann. Da das Trägheitsmoment tendenziell größer ist, eignet sich dieser Motor auch für Anwendungen, bei denen plötzliche Drehzahlschwankungen aufgrund von Lastschwankungen gedämpft werden sollen.
Da sie jedoch bei schnellen Beschleunigungs- und Bremsvorgängen sowie häufigen Drehzahländerungen unter Umständen Nachteile mit sich bringen, ist ein ausgewogenes Verhältnis zur Ansprechbarkeit unerlässlich. Berücksichtigen Sie bei der Auswahl auch den Außendurchmesser, die Kühlbedingungen und die Sicherheit der rotierenden Teile.
Umfassende Beurteilung anhand der Anwendung und der Anforderungen
Bei der endgültigen Motorauswahl ist es wichtig, sich nicht allein auf die Frage „Innenrotor oder Außenrotor?“ zu stützen, sondern die für den Einsatzzweck erforderlichen Leistungsmerkmale zu erfassen. Die Rotortyp ist lediglich ein Auswahlkriterium unter vielen; die tatsächliche Leistung hängt auch von den Betriebsbedingungen, der Belastung und der Kühlmethode ab.
Bei der Auswahl sollten vor allem die folgenden Punkte geprüft werden:
- Erforderliche Drehzahl und Drehmoment
- Häufigkeit von Starts, Stopps sowie Beschleunigungs- und Verzögerungsvorgängen
- Trägheitsmoment der Last
- Betriebsbedingungen wie Dauerbetrieb oder intermittierender Betrieb
- Abmessungen und Einbauraum
- Betriebstemperatur und Kühlmethode
- Nenndrehmoment und momentanes Maximaldrehmoment
Es ist wichtig, mehrere Bedingungen gegeneinander abzuwägen und eine Motorauswahl durchzuführen, die den Anwendungszweck und die geforderten Spezifikationen erfüllt.
Zusammenfassung

Innenrotoren und Außenrotoren weisen je nach Anordnung des Rotors unterschiedliche Eigenschaften hinsichtlich Drehmoment, Ansprechverhalten, Drehzahlstabilität und Bauform auf. Im Allgemeinen sind Innenrotoren die bevorzugte Wahl für hohe Drehzahlen und häufiges Beschleunigen und Abbremsen, während Außenrotoren bei hohem Drehmoment und stabiler Konstandrehzahl die bessere Wahl darstellen.
Bei der Motorauswahl sollte man sich jedoch nicht allein auf die Bauweise stützen, sondern auch die erforderliche Drehzahl, das Drehmoment, die Belastung, den Einbauraum und die Kühlbedingungen umfassend berücksichtigen.
C.I. Takiron Corporation unterstützt Sie bei der Motorauswahl entsprechend Ihrer Anwendung und den geforderten Spezifikationen. Wenn Sie Hilfe bei der Auswahl des optimalen Produkts oder bei der Entwicklung benötigen, wenden Sie sich gerne an uns.
Produktinformationen und Kontakt
Ausführliche Informationen zu den Mikromotoren von C.I. Takiron finden Sie auf der folgenden Website.
Wenn Sie bei der Motorauswahl für Ihre Produktentwicklung Unterstützung benötigen, wenden Sie sich bitte über das Kontaktformular an uns. Unsere technischen Berater besprechen mit Ihnen den Anwendungszweck und die Anforderungen und schlagen Ihnen die optimale Lösung vor.
- Kontakt: https://cik-ele.com/contact/







